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Lohn-Check: Mehr Geld für Dachdecker

Mehr Geld auf dem Dach: Die Dachdecker in Berlin bekommen ab diesem Monat dickere Lohntüten. Darauf hat die IG BAU hingewiesen.Mehr Geld auf dem Dach: Mit dem September-Lohn erhalten die Dachdecker mehr Geld. Darauf hat die Handwerker-Gewerkschaft IG BAU hingewiesen. „Ab sofort stehen 3,1 Prozent mehr auf dem Lohnzettel – und bis zum 10. Oktober muss das erste Lohnplus spätestens auf dem Konto sein. Ein Dachdecker, der Vollzeit arbeitet, hat dann rund 80 Euro pro Monat mehr in der Lohntüte“, sagt Rudi Wiggert.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Mark Brandenburg verweist auf den neuen Tarifvertrag, von dem auch der Dachdecker-Nachwuchs profitiere. Die Ausbildungsvergütung für das erste Lehrjahr steigt um 20 Euro auf 470 Euro. Im zweiten Jahr der Ausbildung erhalten die Azubis ab sofort 650 Euro (bisher: 630 Euro). Im letzten Lehrjahr können angehende Dachdecker dann mit 920 Euro (bisher: 875 Euro) rechnen.

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IG BAU appelliert: Mit XertifiX-Siegel gegen Kinderarbeit in Steinbrüchen

Keine Natursteine in Mark Brandenburg aus Kinderarbeit

Fair gepflastert: Jeder Platz, jeder Weg – die IG BAU appelliert, beim Pflastern ausschließlich Natursteine zu verlegen, die ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Das Zertifikat Plädoyer gegen Kinderarbeit: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt hat an die Bezirksämter appelliert, beim Kauf von Natursteinen stärker auf die Herkunft der Materialien zu achten. Hintergrund der Forderung: In vielen – insbesondere indischen – Steinbrüchen werden Kinder unter sklavenähnlichen Zuständen ausgebeutet. Und die dort hergestellten Natursteine werden anschließend auf deutschen Baustellen verarbeitet. Damit soll nun Schluss sein, meint die Baugewerkschaft. Sie fordert eine stärkere Zusammenarbeit der Kommunen mit dem Verein XertifiX, der Natursteine, die garantiert frei von Kinderarbeit sind, mit einem Gütesiegel zertifiziert.

„Selbstauskünfte der Hersteller reichen hier einfach nicht aus. Mit dem XertifiX-Gütesiegel können die Verwaltungen auf Nummer sicher gehen“, sagt Rudi Wiggert. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Mark Brandenburg sieht die Kommunen in der Pflicht: „Ob als neues Straßenpflaster oder als Steinplatten für Rathäuser, Schulen und Kindergärten – die öffentliche Hand ist ein einflussreicher Auftraggeber. Damit wächst aber auch die Verantwortung, einen wirksamen Beitrag gegen Kinderarbeit zu leisten.“

Wiggert verweist auf eine Liste von Zertifikaten für fair hergestellte Produkte, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Internet (www.kompass-nachhaltigkeit.de) veröffentlicht hat. Kinderarbeit ist, so die IG BAU, nach wie vor ein weltweites Problem. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden weltweit 215 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren als „Kinderarbeiter“ ausgebeutet.

Steine aus Kinderarbeit seien in Deutschland zwar konkurrenzlos billig. Aber der Preis dürfe nicht das einzige Kriterium bei der Auftragsvergabe sein. Rudi Wiggert: „Das gilt natürlich auch bei Privatpersonen – etwa für die neu gepflasterte Hofeinfahrt oder auch Grabsteine: Der Schutz von Kindern, die bei ihrer Arbeit oft schwer verletzt oder gar verstümmelt werden, muss ganz oben stehen.“

Bundesweiten Klima-Aktionstag am 24. September

„K-Tag“ in Berlin: Klimaschutz-Aktivisten gesucht

„Klimaretter“ in Berlin gesucht: Heimische Klimaschützer können sich mit eigenen Ideen und Aktionen am bundesweiten Klima-Aktionstag am 24. September beteiligen. Darauf hat die Umwelt-Gewerkschaft IG BAU Berlin hingewiesen. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt zählt zu den Mitinitiatoren der „Klima-Allianz Deutschland“, die den Aktionstag veranstaltet. „Klimaschutz beginnt im Kleinen. Vom Baumpflanzen über einen Fahrrad-Flashmob bis hin zur Klimaschutz-Parade – am 24. September ist erlaubt, was Spaß macht – und auf das Problem Klimawandel aufmerksam macht,“ sagt Rudi Wiggert.

Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Berlin lädt die Menschen in Berlin ein, sich am Klimaschutz-Tag mit eigenen Initiativen zu beteiligen. Auf einer interaktiven Deutschland-Karte (www.klima-bewegen.de) können die „Klima-Retter“ ihre Aktionen eintragen.

Der Gewerkschafter sieht alle Akteure in Berlin in der Pflicht. Bei der Reduzierung der Treibhausgase haben sie – trotz der Fortschritte in den letzten Jahren – nach wie vor einen gewichtigen Anteil zu leisten. „Von der Biogas-Anlage auf dem Bauernhof über den Ressourcen schonenden Anbau bis hin zur energetischen Gebäudesanierung: Für die Beschäftigten in der Agrar- und Forstwirtschaft, in der Gebäudereinigung und auf dem Bau rückt der Klimaschutz immer stärker ins Bewusstsein. Als Vertreter dieser Branchen ist es für uns selbstverständlich, dass alle IG BAU-Geschäftsstellen in der Region schon vor einem Jahr auf regenerative Energieversorgung umgestellt haben“, sagt Rudi Wiggert.

Bundesweit sind mehr als 110 Organisationen in der „Klima-Allianz Deutschland“ organisiert, darunter Kirchen, Verbraucherschutzorganisationen und Umweltverbände. Als bundesweit einzige Gewerkschaft beteiligt sich die IG BAU an dem Bündnis. „Ende des Jahres tagt die UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban. So lange können wir nicht warten. Wir wollen deshalb schon jetzt ein Zeichen setzen für die Energiewende. Die Blockaden in der Klimapolitik sind nur durch öffentlichen Druck zu überwinden“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

IG Bauen-Agrar-Umwelt empfiehlt "Lohntüten-Check"

Mehr Geld für Maler- und Lackierer-Nachwuchs

Streichen mehr Geld ein: Auszubildende im Maler- und Lackiererhandwerk können sich mit der nächsten Lohntüte über eine bessere Bezahlung freuen. Darauf hat die IG BAU hingewiesen – und die Azubis zum Mehr Geld in der Lohntüte: Der Maler- und Lackierernachwuchs bekommt eine höhere Ausbildungsvergütung. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. „Bei einem Auszubildenden im dritten Lehrjahr müssen 635 Euro auf dem Lohnzettel im September stehen. Das ist ein Lohnplus von genau 25 Prozent“, sagt Karsten Berlin. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der IG BAU Berlin verweist auf den seit August geltenden neuen Tarifvertrag – und ruft den Maler-Nachwuchs zum „Lohntüten-Check“ auf.

„Die Erfahrung zeigt, dass immer mal wieder der eine oder andere Chef in Berlin vom neuen Tarifabschluss noch nichts mitbekommen hat. Ein kleiner Hinweis kann da manchmal Gold wert sein“, so Karsten Berlin. Nach Angaben der IG BAU bekommen Azubis im ersten Lehrjahr ab sofort 450 Euro (Lohnplus: 88 Euro) monatlich. Dem Maler-Nachwuchs im zweiten Lehrjahr stehen monatlich 500 Euro (Lohnplus: 107 Euro) zu.

IG BAU fordert mehr Personal für Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Zoll in Berlin: Im ersten Halbjahr 3.900 Verfahren wegen illegaler Beschäftigung

Baugewerkschaft fordert stärkere Anstrengungen zur Bekämpfung von Lohndumping und illegaler Beschäftigung: Die IG BAU Berlin hat eine Aufstockung der Zollfahnder in der Region gefordert. Die zuständige Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt in Berlin müsse angesichts gewachsener Aufgaben mit deutlich mehr Personal ausgestattet werden.

„Neben der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und organisierter Schwarzarbeit müssen die Zollfahnder auch in immer mehr Branchen Mindestlöhne kontrollieren. Hier sind Personalengpässe zwangsläufig vorprogrammiert“, so Rudi Wiggert, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksverbands Berlin. Ohne zusätzliche Fahnder sei zu befürchten, dass insbesondere Arbeitgeber, die Dumpinglöhne zahlten, unentdeckt blieben.

Der IG BAU-Bezirksvorsitzende verweist auf die aktuelle Ermittlungsbilanz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit in Berlin im ersten Halbjahr. Sie zeige, dass die Bekämpfung der illegalen Beschäftigung nach wie vor eine große Herausforderung sei. So haben die Fahnder nach Angaben der IG BAU in den ersten sechs Monaten rund 3.900 Ermittlungsverfahren wegen illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit eingeleitet. Insgesamt wurden dabei Bußgelder in Höhe von 904.800 Euro verhängt. Vor allem der Bau und die Gebäudereinigung seien, so die IG BAU, immer wieder von illegalen Beschäftigungspraktiken betroffen.

„Die von der FKS in Berlin aufgedeckte Schadenssumme aus Strafverfahren lag im ersten Halbjahr bei mehr als 19,5 Millionen Euro. Zusätzliches Personal bedeutet neben mehr Bußgeldern auch, dass noch mehr hinterzogene Steuern und nicht gezahlte Sozialabgaben aufgedeckt werden können. Unterm Strich machen sich mehr Kontrolleure damit also bezahlt“, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende.

Rudi Wiggert: „Die illegalen Machenschaften von Betrieben kosten reguläre Jobs. Zudem fließt enorm viel Geld an der Steuer vorbei. Von den Sozialabgaben, die unterschlagen werden, ganz zu schweigen. Dies trifft uns alle – über die Rentenkasse, die Kranken- und die Pflegeversicherung.“ Der Kampf gegen Illegalität und Kriminalität in der Wirtschaft müsse daher weiter intensiviert werden. Lohn-Dumping-Firmen und Betriebe, die Sozialabgaben nicht abführten oder Steuern hinterzögen, dürften bei privaten und öffentlichen Bauvorhaben in der Region keine Chance mehr haben.